
SPD Goch fordert Aufklärung über Veränderungen bei der Ganztagsbetreuung
Die SPD Goch bittet die Stadtverwaltung, in der kommenden Sitzung des Schulausschusses umfassend über die geplanten Veränderungen in der Ganztagsbetreuung zu informieren. Hintergrund ist der kommende bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, der eigentlich zu Verbesserungen führen sollte – in Goch jedoch offenbar neue Belastungen für Kinder und Familien mit sich bringt.
Verschlechterungen bei Ferien- und Frühbetreuung sorgen für Unverständnis
Fraktionsvorsitzende Andrea Steinmeier zeigt sich irritiert darüber, dass die neuen Regelungen für Kinder der kommenden ersten Klassen zu einer Verschlechterung der Betreuungssituation führen:
So sollen die Ferienbetreuungen künftig auf nur noch zwei Schulen konzentriert werden. Gleichzeitig ist geplant, dafür eine zusätzliche Gebühr von 40 Euro zu erheben – zuzüglich der Kosten für das Mittagessen.
„Wir möchten wissen, auf welcher Grundlage dieser Beschluss gefasst wurde und ob Alternativen geprüft wurden“, so Steinmeier.
Besonders kritisch sieht die SPD außerdem, dass an zwei Gocher Schulen die Betreuung vor Unterrichtsbeginn entfallen soll. Diese Frühbetreuung war für viele Familien ein verlässlicher Baustein, um Schule und Beruf miteinander vereinbaren zu können.
„Gerade an der Niers‑Kendel‑Schule, an der bereits ab 07:40 Uhr Buskinder ankommen, ist das für uns schwer nachvollziehbar“, erklärt Steinmeier.
Transparenz, Beteiligung und gemeinsame Lösungen
Die SPD Goch bittet die Verwaltung daher um eine klare Darstellung der Entscheidungswege, der rechtlichen Hintergründe und der pädagogischen Auswirkungen der geplanten Änderungen. „Wir wünschen uns im Schulausschuss eine offene Diskussion – und vor allem Lösungen, die für Kinder, Eltern und Schulen wirklich passen“, betont Steinmeier.